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Welttag der Blutspende: Geseker Bürger unterstützen freiwilligen Aderlass
Dienstag, 17. Juni 2014 um 07:12 Uhr

 

Geseke - Der Wille, anderen Menschen zu helfen, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten oder einfach ein praktischer Weg zur Selbstkontrolle - die Gründe, Blut zu spenden, sind vielfältig. Am Samstag ist Weltblutspendertag. In Geseke haben in diesem Jahr schon 557 Menschen den Aderlass vornehmen lassen. Was treibt sie an? Diese Zeitung hat in der Fußgängerzone der Hellwegstadt bei Passanten nachgefragt.

„Ich mache das seit Ewigkeiten.“ Für Rosalinde Käckenhoff-Horwarth ist das Blutspenden zweimal im Jahr zum Pflichtprogramm geworden. Die Gesekerin, die stolz ihren Blutspendeausweis vorzeigt, macht das aber nicht ausschließlich für den guten Zweck, sondern auch für das eigene „gute Gefühl“. „Es tut mir einfach gut. Wenn ich Blut abgebe, bildet sich ja wieder neues.“ Regelrecht aufgfrischt fühle sie sich nach dem Aderlass. Zudem sei die einhergehende medizinische Untersuchung ein großer Pluspunkt. So behalte man auch die eigene Gesundheit im Auge.

Für Bernhard Sprick aus Mönnighausen spielte bei seiner ersten Blutspende indes etwas ganz anderes eine Rolle. Er ist neugierig auf seine Blutgruppe sei er gewesen. „Jeder sollte seine Blutgruppe kennen“, sagt er. Und die Spende sei eben der einfachste Weg gewesen, diese zu erfahren. Zudem sei der karitative Aspekt natürlich wichtig.

Elke Peukert aus Geseke hält die Blutspende ebenfalls für eine gute Sache. Und das aus einem triftigen Grund: Wegen einer Totaloperation, der sie sich relativ kurzfristig unterziehen musste, war sie „heilfroh“, dass zu ihrer Blutgruppe passende Konserven vorrätig waren. Auch ihre Tochter habe als Kleinkind bereits eine Blutübertragung bekommen.

Überhaupt sind sich die Befragten einig, dass die Spende Leben retten kann. Auch für die Gesekerin Claudia Stewering ist es eine „sinnvolle Maßnahme“. Allerdings habe die Scheu vor Nebenwirkungen sie bisher abgeschreckt: „Ich kann nicht einschätzen, wie es mir danach geht. Die Blutabnahme ist körperlich sehr anspruchsvoll.“ Das Spenden überlasst sie daher ihrem Mann.

Ebenfalls stolz auf Blutspender in der Familie ist Johannes Dümpelmann. Der Steinhauser findet es gut, dass seine beiden Kinder immer sofort dabei sind, wenn in der Bürener Stadthalle zum Aderlass gebeten wird.

Das Stimmungsbild in der Fußgängerzone spiegelt sich auch im Spenderverhalten in der Hellwegstadt wider. 2013 haben insgesamt 1404 Menschen in Geseke ihren Lebenssaft beim Deutschen Roten Kreuz gespendet. Das erklärt Friedrich-Ernst Düppe vom Blutspendedienst West. Im Vorjahr bewegte sich die Spendenbereitschaft auf ähnlichem Level. 2012 gab es allerdings auf Landesebene wie auch in Geseke einen Einschnitt. Von einem Jahr aufs andere spendeten 200 Menschen weniger Blut. „Das lag daran, dass der Bedarf der Krankenhäuser zurückgegangen ist“, erklärt Düppe. Auf Anraten der Weltgesundheitsorganisation würden die deutschen Krankenhäuser nun sparsamer mit dem roten Lebenssaft umgehen. Das Deutsche Rote Kreuz habe daraufhin „einen Gang zurückgeschaltet“ und vornehmlich Spender angeschrieben, deren Blutgruppe momentan gefragt ist. „Die Rhesus-negativen Blugruppen stehen zum Beispiel immer hoch im Kurs“, der Mitarbeiter des Blutspendediensts West.

Quelle Bericht und Foto: Zeitung "Der Patriot" vom 16.06.2014

 
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